Sunday, January 8, 2006

Projekt Dokumente

Posted in upfront project at 1:13 pm by 1840forBagh

(WN, 7.1.2006)

Genauere Informationen über den Spendenaufruf und ein Bild vom IGLU lassen sich hier unter “project documents” gewinnen.

Saturday, January 7, 2006

Rotary Meetings RC Islamabad-West & Cosmopolitan

Posted in RC Islamabad Cosmo, RC Islamabad West at 1:39 pm by 1840forBagh

(GS, 7.1.2006)

Here I had the opportunity to present the shelter project: (Photo)
Nach meiner Ankunft in Islamabad wurde ich von Herrn Kidwai aus Karachi kontaktiert, der mir Herrn Shakil Ansari, DGE 3270 als Ansprechpartner in Islamabad nannte. So wurde ich am 30.12.2005 zum Clubabend des Rotary Club of Islamabad West eingeladen.
Am 5.1. besuchte ich dann den Rotary Club Islamabad Cosmopolitan

>> Mehr unter Rotary Clubs of Islamabad

Break in Islamabad

Posted in Islamabad at 7:58 am by 1840forBagh

(GS, 7.1.2006)

Gestern leistete ich mir den Luxus am Nachmittag etwas Kultur zu geniessen. In der Zeitung hatte ich ueber eine Fotoaustellung in der National Art Gallery gelesen und als engagierten Hobbyphotographen gab es nur eines – da will ich hin.
Nur, wo ist die National Art Gallery ? Den Taxifahrer fragen ? Voellig sinnlos, weil die meisten sowieso bei jeder Fahrt dreimal stehen bleiben um zu fragen,die unverschaemteren unter ihnen moechten ueberhaupt mit meinem Handy telefonieren und sich so nach dem Weg erkundigen.
Also Google – Bingo. Street 48,F7/4. Jetzt noch einen Taxler,der das findet und ich bin happy. Das Wunder geschieht. Hussein Rafiqu –ich habe ihn extra nach seinem Namen gefragt und ihm zweimal gesagt,dass er der „best taxi driver of Islamabad“ sei – findet auf Anhieb hin.
Wenn dieser Bau die National Art Gallery ist bin ich Tony Blair. Aber zumindest Nationa_ Art Gal_e_y steht auf dem heruntergekommenen Gebaeude. Die paar fehlenden Buchstaben kann man sich schon dazu denken.

Ein schweres Zylinderschloss mit Kette am Eisentor, kein Nebeneingang,keine Menschenseele hinter der Mauer zu sehen. Da erscheint im zweiten Stock ein Mann,der offensichtlich den Balkon abstauben will. Ich mache schulterzuckend die typische Schluessel-umdreh-Bewegung in der Hoffnung er wird das als Frage,ob hier geschlossen sei oder er mir vielleicht gar aufsperren koenne deuten. Das zweite Wunder: „no problem Sir“. Er schlurft heran,das Schloss geht auf,die Kette faellt,das Tor oeffnet sich und ich bin in der National Art Gallery von Islamabad. Nicht mal Eintritt zahle ich – gut auch bei uns verkauft die Putzfrau in Schoenbrunn keine Tickets.
Nach einem Rundgang durch die Ausstellung in der mir zwei wunderbare schwarz-weiss Fotos besonders gefallen ist mir der gute Mann ein ordentliches Trinkgeld wert. Und draussen wartet Hussein imTaxi auf mich.

Von Gottfried Strasser / Islamabad

Iglu-Projekt “just in time and right”

Posted in Bagh area, Islamabad at 7:14 am by 1840forBagh

(GS,7.1.2006)

Iglu Projekt “just in time and right”

Das Iglu Projekt kommt gerade noch rechtzeitig, wenn auch wir die Arbeit wegen dem Wetter fuer 2 Tage unterbrechen mussten.
Abgesehen vom richtigen Zeitpunkt der Hilfe wurde das Projekt nicht umsonst von UNOCHA (United Nations Office for Coordination of Humanitarian Affairs) als best shelter project bezeichnet. Die Iglu-Form bringt vielerlei

Vorteile:

1.) mit 6 Wellblechen (ca 1m x 3m) bekommen wir ein Iglu mit ca 12m2 Grundflaeche, wo sogar ich bequem stehen konnte (bin 1,87 m – nach dem anstrengenden Aufstieg waren es sicherlich einige Zentimeter weniger).
2.) Ein vergleichbares shelter Programm der Imran Khan Stiftung verwendet 10 Bleche die in Zeltform aufgebaut werden – da kommen nur mehr Kinder aufrecht hinein. Und der Preis ist doppelt so hoch.
3.) Bei allen Iglus koennen aufgrund der Groesse die alten Haustueren als Eingangstueren verwendet werden.
4.) Selbst die Schneemassen vom Jahresanfang brachten keinerlei Einsturzgefahr,wie bei den Zelten.
5.) Es besteht keine Brandgefahr.
6.) Alle Iglus werden mit einem kleinen Ofen ausgestattet.

Die Armee und UNO befuerchten , dass es durch die Verwendung primitiver Heizvorrichtungen (z.B. leere grosse Oeldosen in denen Holz verbrannt wird) in den Zelten zu Braenden kommen koennte. Daher sollen in den Zeltlagern sogenannte „heating centers“ errichtet werden – Grosszelte mit 40 Oefen fuer bis zu 200 Personen, in denen sich die Menschen aufwaermen koennen. Dafuer muessen jetzt auch noch Feuerloescher angeschafft und Informationsblaetter gedruckt werden. Ob das so sinnvoll ist ??
Ich habe auch Iglus aus Polyester gesehen – allerdings nur eines und das diente als Holzlager neben der Strasse. Kann mir jemand sagen, wie man so eine Huette auf ueber 2000 m hinaufbringt ?? Allein beimTransport sollen 70% davon kaputt gegangen sein.

Von Gottfried Strasser / Islamabad

Friday, January 6, 2006

Neues Spendenergebnis

Posted in RC Reutte-Fuessen at 5:31 pm by 1840forBagh

(WN, 06.01.2006 17h 10)

Soeben erhielt ich die Nachricht, dass (seit dem 14.12.) weitere 56.000.-€ an Spendengeldern eingetroffen sind. >> Spendenliste.pdf RCRF_und_Kempten_Spende.pdf

Das Spendenergebnis ist im Augenblick bei 134.000.-€, **
plus 2000,-€
und wächst immer noch.

vielen, vielen Dank an alle Spender

Die Dank der fortlaufenden Berichterattung immer noch eintreffenden Spenden – auch aus nicht 1840 RC’s – werden wöchentlich aktualisiert. Das Spendenkonto bleibt geöffnet.

Werner Nahler
RC Reutte-Fuessen, 06.01.2006 17h 10

Wintereinbruch

Posted in Bagh area at 2:15 pm by 1840forBagh

Wintereinbruch in Pakistan
06.01.06 11:49
Age: 2 hrs

(WN, 06.01.2006)

Jetzt zeigt sich, wie effektiv die Hilfe bisher war:

Die heftigen Schnee- und Regenfälle in Pakistan schränken die Hilfe im Erdbebengebiet seit dem 1. Januar stark ein. Wie das Koordinierungsbüro für humanitäre Angelegenheiten (OCHA) berichtet, sind Hubschrauberflüge beinahe unmöglich und viele Straßen blockiert. Schneefälle von bis zu 50 Zentimetern lassen in einigen Camps die Zelte zusammenbrechen. Auch vom Erdbeben beschädigte Häuser sind einsturzgefähredet. Benötigt werden nun vor allem Gummistiefel und Regenbekleidung für Kinder sowie Plastikplanen und Werkzeuge, um die Zelte schneefrei und trocken zu halten.

Diese Agenturmeldung zeigt, dass unsere rotarische IGLU-Soforthilfeaktion gerade noch “in time” stattfindet.

Werner Nahler
RC Reutte-Füssen

Wintereindrücke aus Kaschmir

Posted in Bagh area at 8:54 am by 1840forBagh

(GS, 6.1.2006)

Am naechsten Morgen zeigt der erste Blick aus dem Iglu – Schneefall. Inzwischen liegt mindestens ein halber Meter Neuschnee. Eigentlich wollen wir gar nicht aus dem Bett. Die Vorstellung jetzt wieder das nasse Gewand anziehen zu muesssen ist deprimierend.

Noch eine Bemerkung zu den sanitaeren Verhaeltnissen. Auf die Toilette gehen hiess: Socken ausziehen (die will man trocken haben) Hose ueber die Knie ziehen und barfuss raus in den Tiefschnee, moeglichst weit weg von den Huetten – und dann einfach ganz entspannen und locker bleiben.

Ein heisser Milchtee zum Fruehstueck bringt uns langsam wieder auf die Beine. Niemand hat so recht Lust das Iglu zu verlassen,aber es hilft nichts. Rein in die nasse Hose,den nassen Pullover,die nassen Schuhe und die Jacke,die noch immer fuenf Kilo hat,so vollgesogen ist sie mit Wasser. Zwei Kameras haben auch den Geist aufgegeben – zu feucht ? zu kalt ?

Dann beginnt der Abstieg – in der Diretissima, damit wir schneller auf den ausgetretenen Weg kommen. Wasir geht voraus,er kennt jeden Stein unter dem knietiefen Schnee und sein Tritt ist sicher. Heute traegt er sogar Socken in seinen Halbschuhen. Nach kurzer Zeit sind wir wieder voellig durchnaesst. Aus jeder Huette, an der wir vorbeigehen kommen die Leute heraus,teils aus Neugier,denn hier oben hat man selten einen Fremden gesehen schon gar nicht um diese Zeit und bei diesem Wetter,alle aber wollen sich fuer die Hilfe bedanken und uns ihr Iglu zeigen. Nach einer Stunde lassen wir uns gerne wieder auf einen Tee einladen. Ahmed,unser Field Manager ist nicht ganz so begeistert,denn er moechte moeglichst schnell hinunter ins Lager. Er macht sich Sorgen – zu Recht wie sich heraustellt.

Nach eineinhalb Stunden erreichen wir das Field Office. Wieder durchnass bis auf die Haut. Ahmeds Sorgen waren berechtigt. Wir hoeren,dass zwei Zelte in der Nacht zusammengefallen waren. Mein Koffer ist nass – jetzt wieder nasse Kleidung und ich flippe aus. Gott sei Dank – frische trockene Kleidung und auch noch genug davon. Mein nasses Zeug lasse ich einfach im Zelt. Soll nehmen wer will ich wuerde es bis Wien nicht mehr trocken bekommen. Inzwischen hoeren wir im Field Office von Erdrutschen, die Strassenach Bagh soll verschuettet sein aber die Armee mit “heavy machinery” bereits am Werken. Also ab Richtung Bagh. Auf halber Strecke ist die Strasse auf 50 Meter komplett verschuettet und von der Armee keine Spur. Warten hat keinen Sinn. Wieder bieten mir Leute Quartier an, einige von den Figuren kenne ich bereits,sie wollen dann ein Iglu dafuer, zwar nicht direkt ausgesprochen aber doch deutlich zu verstehen. Nicht mit mir und ich will auch Ahmed nicht kompromittieren. Also Koffer und Kamerarucksack raus aus dem Auto im Laufschritt ueber den Erdrutsch und auf der anderen Seite in ein Taxi. Der Taxler faehrt was die Karre hergibt, immer einen Blick nach oben ob nicht irgendwo weitere Erdmassen und Steine zu rutschen beginnen.

Wir erreichen das Quartier in Bagh. In der ganzen Stadt Dreck,Schlamm, Dauerregen und Stromausfall. Zimmertemperatur laut Handythermometer 8 Grad. Mit zwei Hosen, zwei Pullovern und dicken Socken unter die Decke.

von Gottfried Strasser

Thursday, January 5, 2006

Neujahr im Schnee in Kaschmir

Posted in Bagh area at 2:37 pm by 1840forBagh

(GS, 5.1.2005)

Wintereinbruch in Kaschmir

Melde mich erstmals aus den Bergen Kaschmirs. Bin gestern von Bagh nach Islamabad zurueck gefahren. Die Strasse ueber Arja und Kotli Satiyam ist zwar fuer Auslaender gesperrt aber mit ein bisschen Ueberredungskunst zu machen -in Murree gab es Schneefall und ich wollte nicht in den Bergen irgendwo haengenbleiben.

WintereinbruchKuecheField Office

Silvester in Bagh – 8 Grad im Zimmer, Stromausfall, Milchtee – Prosit Neujahr, Bettruhe um 11 Uhr, an Schlaf ist vor Kaelte nicht zu denken.

Wasirs nachbar Razzaqu

Am Neujahrstag fahre ich ins 25 km von Bagh entfernte Field Office, Bergsteiger wuerden es Basislager nennen. A propos Office – 3 Zelte, eines als Buero und Schlafzelt, die beiden anderen dienen als Kueche und Unterkunft fuer die Arbeiter.
Dauerregen ,die Berggipfel gehuellt in dicke Schneewolken. Ahmad Abbas, unser Field Manager berichtet mir von den Arbeiten und fragt ob ich wirklich heute nach Gugrian in ca 2500 m hinaufgehen wolle. Ja sicher.
Wohlmeinende Freunde,die uns besuchten boten mir Quartier an und rieten mir dringend ab hinaufzugehen. Welcher Teufel mich geritten hat kann ich nicht sagen. Es werden wohl mehrere gewesen sein: Motivation fuer die Truppe vor Ort und Solidaritaet mit den Menschen in den Bergen, denn normalerweise gehe ich bei so einem Wetter hoechstens ins Kaffeehaus oder mit dem Hund,wenn sonst niemand Zeit hat.
Der Regen laesst gegen halb drei etwas nach und so brechen wir auf. Eine Stunde wuerden wir brauchen sagt Wasir,dessen Shelter wir besuchen wollen. Eine Stunde fuer ihn sind zwei fuer mich – aber das sollte ich erst wissen als wir oben sind.
Langsam geht der Regen in Schneeregen ueber und spaeter ist es nur noch dichter Schneefall. Nach einer Stunde machen wir Teepause bei der Familie von Razzaqu – ich sehe das erste Iglu von innen – gut abgedichtet mit Holz an derRueckseite, als Eingang wurde die Tuer des eingestuerzten Hauses verwendet.
Die Aussicht auf eine weitere Stunde Marsch bei diesemWetter laesst mich den Tee sehr langsam trinken.

Abendessen im Iglu

Raus aus dem Iglu in den Schnee. Ich bin voellig durchnaesst, der Wind blaest uns jetzt den Schnee waagrecht ins Gesicht. Jede Flocke ein kleiner Nadelstich.
“Only ten minutes” sagt Wasir. Sehr lieb von dir aber hoer auf mit dem Scheiss,ich weiss dass du mich nur motivieren willst durchzuhalten. Die letzten zehn Minuten denke ich komischerweise nur mehr an Reinhold Messners abgefrorene Zehen, an alle Expeditionstoten dieser Erdeund an die Angebote, die ich im Tal unten ausgeschlagen hatte.

Zehn Minuten noch im dichten Schneetreiben steil bergauf und du weisst genau: da oben wartet kein heisses Bad, kein Kachelofen, keine gute Jause mit einem Schnapserl – sondern nur eine kleine Wellblechhuette und wenn du Glueck hast hat sie Wasir gut abgedichtet, dass dir der Wind nicht auch noch die Nacht versaut. Und vor allem hast du nichts wo du deine Kleidung trocknen kannst.
Dann endlich sind wir da –Wazirs Shelter . Links und rechts ein Bett an der Wand und in der Mitte eine Kiste,die als Tisch dient. Die Zigaretten sind nicht nass geworden – das macht Freude. Die mitgebrachte Reservekleidung ist trocken aber zu wenig –so bekomme ich von Wazir eine Pluderhose. Alle kriechen wir unter eine Decke – die Zehen spuere ich erst nach einer Stunde wieder, aber langsam wird es gemuetlich in der Huette. Draussen schneit es ununterbrochen weiter. Dann wird ein ueppiges Abendessen (Huhn in Sauce mit Reis und sogar eine Nachspeise) aufgetischt. Die Gastfreundschaft von Menschen,die nichts haben ist fuer uns oft beschaemend – das habe ich in vielen Teilen der Welt erleben duerfen.

Wasir Mohammad (35) lebt mit seiner Frau und 3 Kindern hier heroben. Auch sein Bruder lebt mit seiner Familie da. Die Grossfamilie hat zwei Shelter bekommen und Wasir ist uebergluecklich. Nachbarn kommen vorbei um uns zu sehen,denn schnell hat sich herumgesprochen, dass da ein verrueckter Europaeer heraufgekommen ist und sogar heroben uebernachten will. So vergeht der Abend mit Tee trinken, reden und rauchen. – und draussen schneit es ohne Pause.

von Gottfried Strasser

Wednesday, January 4, 2006

Aus dem Katastrophengebiet

Posted in Bagh area, RC Reutte-Fuessen at 4:34 pm by 1840forBagh

(WN, 04.01.2006)

Gottfried Strasser verbrachte von Sylvester bis gestern Abend die Nächte auf 2600m Seehöhe in einem Iglu. Erdrutsche und einsetzender Schneefall machten diesen Aufenthalt gefährlich.Soweit die erste Nachricht per SMS. Gespannt warte ich nun auf detailierte E- mail Nachrichten. Es war während seines Aufenthalts in der Nähe von Bagh keine Kommunikation möglich.

soweit die neueste Meldung

Werner Nahler RC Reutte-Füssen

Friday, December 30, 2005

Reise nach Bagh

Posted in Bagh area at 10:36 pm by 1840forBagh

(WN, 30.12.2005)

Vielen Dank nochmals,
für die Unterstützung in Sachen Erdbebenopfer Pakistan

Hiermit beginnt heute unter http://1840forBagh.wordpress.com
unsere Berichterstattung zur Verwendung der Spendengelder.

Herr Gottfried Strasser ist heute nach Bagh unterwegs und wird Sylvester in einem der Iglus zusammen mit der betroffenen Bevölkerung verbringen. Die Nachrichten über die IGLU-Aktion sind äußerst vielversprechend und der Kontakt von ihm zu den Rotariern in Islamabad ist aufgenommen und intensiv.

Werner Nahler,
als Übermittler der heutigen mail-Nachricht aus Rawalpindi,
Reutte-Füssen

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